Aktuelle Meldungen rund um die Steuer

Hier finden Sie News zum Steuerrecht, zu steuerlichen Fragen beim Elterngeld etc. - nach Kategorien und Datum sortiert. Sie können die Artikel per Stichwort oder nach Kategorie und Datum kombiniert aufrufen.

Um die ggf. angehängten Volltexte lesen zu können, benötigen Sie einen PDF-Reader.

Arbeitgeber übernimmt Fortbildungskosten der Mitarbeiter: Nicht in neue Stolperfalle tappen

Tragen Sie Fortbildungskosten Ihrer Mitarbeiter(innen) ganz oder zum Teil, liegt in der Regel kein lohnsteuerpflichtiger Arbeitslohn vor. Auf eine Ausnahme hat die OFD Nordrhein-Westfalen hingewiesen. Übernehmen Sie die Kosten nur unter Bedingung, dass Ihr Mitarbeiter eine Prüfung besteht, stellt die Übernahme Arbeitslohn dar.

Quelle: WISO SSP Ausgabe 01/2018

Erstellt von: Redakteur am 08.01.2018 15:37 Kategorie:Steuerrecht
Gehalts Extra Smartphone & Co: Die Neuregelung der AfA von GWG macht sie noch interessanter

Der Beginn des Steuerjahrs 2018 ist für Arbeitnehmer und -geber ein guter Zeitpunkt, über das Gehalts Extra "Telekommunikationsgeräte" zu sprechen. Das liegt daran, dass die Abschreibung von geringwertigen Wirtschaftsgütern neu geregelt worden ist. Arbeitgeber können betriebliche Gegenstände jetzt sofort abschreiben, wenn die Anschaffungskosten netto 800,- € nicht übersteigen (zuvor 400,- €). Damit es keine lohnsteuerlichen Probleme gibt, sollten Sie einige Besonderheiten beachten.

Die Grundsätze zur Überlassung von Smartphones & Co.

Überlässt ein Arbeitgeber einem Mitarbeiter betriebliche Datenverarbeitungs- und Telekommunikationsgeräte, ist die Nutzung lohnsteuerfrei (§ 3 Nr. 45 EStG). Es ist egal, wie hoch der private Nutzungsumfang ist. Steuerfrei sind auch die Kosten von Zubehör, Software oder Inbetriebnahme sowie Verbindungsentgelt, die der Arbeitgeber trägt. Begünstigt sind folgende Telekommunikationsgeräte und -zubehör. (R. 3.45 LStR und 3.45 LStH):

PC; Laptop, Handy, Smartphone, Tablet, Autotelefon, Betriebssystem, Browser, Virenscanner, Software, Monitor, Drucker, Beamer, Scanner, Modem, Netzwerkswitch, Router, Transportbehältnisse, Bridge, ISDN-Karte, Sim-Karte, UMTS- und LTE-Karte, Ladegeräte und Hub

Nicht nach § 3 Nr. 45 EStG begünstigt sind folgende Geräte:

Smart-TV, Konsole, MP3-Player, Spielautomat, E-Book-Reader, Digitaler Videocamcorder, Computerspiel, Digitalkamer

Quelle: WISO SSP Ausgabe 01/2018

Erstellt von: Redakteur am 08.01.2018 15:31 Kategorie:Steuerrecht
Steuerklassenwahl und -wechsel: Das ändert sich zum 01.01.2018

Wer im Jahr 2018 heiratet oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingeht, wird automatisch der Steuerklassenkombination IV/IV zugeordnet. Diese Neuregelung von § 38b EStG enthält das Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz (Abruf-Nr. 198267).

Quelle: WISO SSP Ausgabe 01/2018

Erstellt von: Redakteur am 08.01.2018 15:16 Kategorie:Steuerrecht
Einmal "kein anderer Arbeitsplatz" reicht für 1.250 € Abzug

Nutzen Sie ein häusliches Arbeitszimmer sowohl für eine nichtselbständige als auch eine selbständige Tätigkeit, muss Ihnen das Finanzamt den Abzug von 1.250 € auch dann gewähren, wenn Sie nur für die selbständige Tätigkeit den Abzugstatbestand "kein anderer Arbeitsplatz" erfüllen. Das hat der BFH entschieden. Die zeitanteilige Nutzung für die nichtselbstständige Tätigkeit darf sich nicht darin niederschlagen, dass der Höchstbetrag entsprechend gekürzt wird.

Quelle: WISO SSP Ausgabe 09/2017

Erstellt von: Redakteur am 13.11.2017 16:46 Kategorie:Steuerrecht
Ferienwohnungen im Ausland: In diesen Fällen droht Ungemach von der Finanzverwaltung

Durch Kontrollmitteilungen aus dem Ausland erhofft sich die Finanzverwaltung deutliche Steuermehreinnahmen. Im Visier stehen vor allem Beteiligungen an ausländischen Kapitalgesellschaften, die nur eine Ferienimmobilie besitzen, die der beteiligte Steuerzahler privat nutzt.

Der Hintergrund: Anzeigepflicht bei Auslandsbeziehungen

Steuerzahler, die in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind, müssen dem Finanzamt den Erwerb einer Beteiligung an einer im Ausland ansässigen Kapitalgesellschaft anzeigen. Das gilt dann, wenn die unmittelbare Beteiligung mehr als zehn Prozent beträgt (§ 138 Abs. 2 Nr. 3 AO). Unterbleibt die Anzeige, schaltet das Finanzamt die Bußgeld- und Strafsachenstelle ein. Diese klärt dann, ob es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt (Ahnung mit Geldbuße von bis zu 5.000 Euro - §§ 378, 379 Abs. 2 AO) oder ob eine Steuerhinterziehung vorliegt.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 16:39 Kategorie:Steuerrecht
Verbilligte Vermietung: Ortsübliche Warmmiete

Um die vollen Werbungskosten steuermindernd geltend machen zu können, muss die Miete, die Sie von Ihrem Mieter verlangen, mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete betragen. Diese 66-Prozent-Hürde müssen Sie also überspringen, wenn Sie eine Wohnung verbilligt überlassen wollen. Erfahren Sie, was das Finanzamt unter "ortsüblicher Miete" versteht, um daraus die 66-Prozent-Mindest-Miete abzuleiten.

Die Grundsätze zur ortsüblichen Miete

Die ortsübliche Marktmiete, die nach § 21 Abs. 2 EStG maßgeblich ist, umfasst die ortsübliche Kaltmiete zuzüglich der Kosten, die nach der Betriebskostenverordnung (BertrKV, Abruf-Nr. 195100) umlagefähig sind (R 21.3 EStR). Zu den Umlagefähigen Kosten gehören vor allem:

-Grundsteuer
-Wasserversorgung
-Entwässerung
-Heizung
-Straßenreinigung
-Müllbeseitigung
-Beleuchtung
-Gartenpflege
-Sachversicherung
-Haftpflichtversicherung
-Hauswart
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 16:32 Kategorie:Steuerrecht
Soldaten und Beamtenanwärter: Erste Tätigkeitsstätte oder Auswärtstätigkeit?

Haben Soldaten und Beamtenanwärter eine erste Tätigkeitsstätte oder befinden sie sich auf einer steuergünstigeren Auswärtstätigkeit? Zu dieser Frage hat die OFD Nordrhein-Westfalen Stellung genommen.

So werden in punkto erste Tätigkeitsstätte eingestuft

Bei Soldaten kommt eine Anordnung des Bundesministeriums der Verteidigung ins Spiel. Danach ist bei Versetzungen im Inland, Einstellungen in die Bundeswehr bzw. bei der Berufung ins Dienstverhältnis eines Soldaten auf Zeit oder eines Berufssoldaten die voraussichtliche Verwendungsdauer am neuen Dienstort auf folgende Zeiten zu begrenzen:
- Für alle Verheirateten und Unverheirateten mit berücksichtigungsfähigen Kindern auf maximal drei Jahre.
-Für Unverheiratete mit einer Wohnung auf maximal zwei Jahre.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 16:12 Kategorie:Steuerrecht
Smart Home: Gibt es die Steueranrechnung nach § 35a EStG auch für digitale Leistungen?

Berechtigen auch Aufwendungen für die Installation der Smart-Home-Technik im Privathaushalt sowie für eine (Fern-)Wartung zu einer Steueranrechnung für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen?

Installiert ein Fachbetrieb in Ihrem Haushalt die technischen Komponenten für die Nutzung von Smart Home, handelt es sich um Handwerkerleistungen nach § 35a Abs. 3 EstG. Da die Arbeiten in Ihrem Haushalt stattfinden, steht der Steueranrechnung für die Arbeitsleistung nichts im Weg.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 16:01 Kategorie:Steuerrecht
Unterhaltsleistungen: Darum sind Guthaben aus Riester-Verträgen kein schädliches Vermögen

Wenn Sie Kinder unterstützen, für die Sie kein Kindergeld mehr bekommen, können Sie in der Steuererklärung 2016 Unterhaltsleistungen bis zu 8.652 Euro als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Das setzt aber voraus, dass die Unterhaltsberechtigte Person kein oder nur ein geringes Vermögen von weniger als 15.500 Euro hat. In der Praxis stellt sich die Frage, ob das Guthaben aus einem Riester-Vertrag als schädliches Vermögen gilt.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 15:57 Kategorie:Steuerrecht
Unterhalt an Angehörige im Ausland: Aus neuen Urteilen die richtigen Schlüsse ziehen

Unterstützen Sie im Ausland lebende Angehörige, sind Finanzämter besonders misstrauisch, wenn Sie die Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastungen abziehen wollen. Besonders bei Bargeldübergaben und Überweisungen zum Jahresende gibt es Probleme, die Sie kennen und vermeiden sollten.

Die Grundsätze zum Abzug von Unterhaltsleistungen

Unterhaltszahlungen an unterhaltsberechtigte Angehörige stellen außergewöhnliche Belastungen dar (§ 33a Abs. 1 EStG). Der abziehbare Höchstbetrag beläuft sich auf 8.562 Euro (Jahr 2016) und 8.820 Euro (2017).

Für Unterhaltszahlungen an Personen im Ausland gelten Einschränkungen. Sie sind nur absetzbar, wenn sie nach den Verhältnissen des Wohnsitzstaats notwendig und angemessen sind (§ 33a Abs. 1 S. 6 EStG). Deshalb kann es je nach dem Land, in dem der Angehörige lebt, zu Kürzungen über die vom BMF veröffentlichte Ländergruppeneinteilung kommen. Maßgeblich für 2016 ist das BMF-Schreiben vom 18.11.2013 (Az. IV C 4 - S 2285/07/0005:013, Abruf-Nr. 133938)
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 15:50 Kategorie:Steuerrecht