Aktuelle Meldungen rund um die Steuer

Hier finden Sie News zum Steuerrecht, zu steuerlichen Fragen beim Elterngeld etc. - nach Kategorien und Datum sortiert. Sie können die Artikel per Stichwort oder nach Kategorie und Datum kombiniert aufrufen.

Um die ggf. angehängten Volltexte lesen zu können, benötigen Sie einen PDF-Reader.

Ferienwohnungen im Ausland: In diesen Fällen droht Ungemach von der Finanzverwaltung

Durch Kontrollmitteilungen aus dem Ausland erhofft sich die Finanzverwaltung deutliche Steuermehreinnahmen. Im Visier stehen vor allem Beteiligungen an ausländischen Kapitalgesellschaften, die nur eine Ferienimmobilie besitzen, die der beteiligte Steuerzahler privat nutzt.

Der Hintergrund: Anzeigepflicht bei Auslandsbeziehungen

Steuerzahler, die in Deutschland unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind, müssen dem Finanzamt den Erwerb einer Beteiligung an einer im Ausland ansässigen Kapitalgesellschaft anzeigen. Das gilt dann, wenn die unmittelbare Beteiligung mehr als zehn Prozent beträgt (§ 138 Abs. 2 Nr. 3 AO). Unterbleibt die Anzeige, schaltet das Finanzamt die Bußgeld- und Strafsachenstelle ein. Diese klärt dann, ob es sich um eine Ordnungswidrigkeit handelt (Ahnung mit Geldbuße von bis zu 5.000 Euro - §§ 378, 379 Abs. 2 AO) oder ob eine Steuerhinterziehung vorliegt.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 16:39 Kategorie:Steuerrecht
Verbilligte Vermietung: Ortsübliche Warmmiete

Um die vollen Werbungskosten steuermindernd geltend machen zu können, muss die Miete, die Sie von Ihrem Mieter verlangen, mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Miete betragen. Diese 66-Prozent-Hürde müssen Sie also überspringen, wenn Sie eine Wohnung verbilligt überlassen wollen. Erfahren Sie, was das Finanzamt unter "ortsüblicher Miete" versteht, um daraus die 66-Prozent-Mindest-Miete abzuleiten.

Die Grundsätze zur ortsüblichen Miete

Die ortsübliche Marktmiete, die nach § 21 Abs. 2 EStG maßgeblich ist, umfasst die ortsübliche Kaltmiete zuzüglich der Kosten, die nach der Betriebskostenverordnung (BertrKV, Abruf-Nr. 195100) umlagefähig sind (R 21.3 EStR). Zu den Umlagefähigen Kosten gehören vor allem:

-Grundsteuer
-Wasserversorgung
-Entwässerung
-Heizung
-Straßenreinigung
-Müllbeseitigung
-Beleuchtung
-Gartenpflege
-Sachversicherung
-Haftpflichtversicherung
-Hauswart
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 16:32 Kategorie:Steuerrecht
Soldaten und Beamtenanwärter: Erste Tätigkeitsstätte oder Auswärtstätigkeit?

Haben Soldaten und Beamtenanwärter eine erste Tätigkeitsstätte oder befinden sie sich auf einer steuergünstigeren Auswärtstätigkeit? Zu dieser Frage hat die OFD Nordrhein-Westfalen Stellung genommen.

So werden in punkto erste Tätigkeitsstätte eingestuft

Bei Soldaten kommt eine Anordnung des Bundesministeriums der Verteidigung ins Spiel. Danach ist bei Versetzungen im Inland, Einstellungen in die Bundeswehr bzw. bei der Berufung ins Dienstverhältnis eines Soldaten auf Zeit oder eines Berufssoldaten die voraussichtliche Verwendungsdauer am neuen Dienstort auf folgende Zeiten zu begrenzen:
- Für alle Verheirateten und Unverheirateten mit berücksichtigungsfähigen Kindern auf maximal drei Jahre.
-Für Unverheiratete mit einer Wohnung auf maximal zwei Jahre.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 16:12 Kategorie:Steuerrecht
Smart Home: Gibt es die Steueranrechnung nach § 35a EStG auch für digitale Leistungen?

Berechtigen auch Aufwendungen für die Installation der Smart-Home-Technik im Privathaushalt sowie für eine (Fern-)Wartung zu einer Steueranrechnung für haushaltsnahe Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen?

Installiert ein Fachbetrieb in Ihrem Haushalt die technischen Komponenten für die Nutzung von Smart Home, handelt es sich um Handwerkerleistungen nach § 35a Abs. 3 EstG. Da die Arbeiten in Ihrem Haushalt stattfinden, steht der Steueranrechnung für die Arbeitsleistung nichts im Weg.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 16:01 Kategorie:Steuerrecht
Unterhaltsleistungen: Darum sind Guthaben aus Riester-Verträgen kein schädliches Vermögen

Wenn Sie Kinder unterstützen, für die Sie kein Kindergeld mehr bekommen, können Sie in der Steuererklärung 2016 Unterhaltsleistungen bis zu 8.652 Euro als außergewöhnliche Belastung geltend machen. Das setzt aber voraus, dass die Unterhaltsberechtigte Person kein oder nur ein geringes Vermögen von weniger als 15.500 Euro hat. In der Praxis stellt sich die Frage, ob das Guthaben aus einem Riester-Vertrag als schädliches Vermögen gilt.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 15:57 Kategorie:Steuerrecht
Unterhalt an Angehörige im Ausland: Aus neuen Urteilen die richtigen Schlüsse ziehen

Unterstützen Sie im Ausland lebende Angehörige, sind Finanzämter besonders misstrauisch, wenn Sie die Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastungen abziehen wollen. Besonders bei Bargeldübergaben und Überweisungen zum Jahresende gibt es Probleme, die Sie kennen und vermeiden sollten.

Die Grundsätze zum Abzug von Unterhaltsleistungen

Unterhaltszahlungen an unterhaltsberechtigte Angehörige stellen außergewöhnliche Belastungen dar (§ 33a Abs. 1 EStG). Der abziehbare Höchstbetrag beläuft sich auf 8.562 Euro (Jahr 2016) und 8.820 Euro (2017).

Für Unterhaltszahlungen an Personen im Ausland gelten Einschränkungen. Sie sind nur absetzbar, wenn sie nach den Verhältnissen des Wohnsitzstaats notwendig und angemessen sind (§ 33a Abs. 1 S. 6 EStG). Deshalb kann es je nach dem Land, in dem der Angehörige lebt, zu Kürzungen über die vom BMF veröffentlichte Ländergruppeneinteilung kommen. Maßgeblich für 2016 ist das BMF-Schreiben vom 18.11.2013 (Az. IV C 4 - S 2285/07/0005:013, Abruf-Nr. 133938)
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 15:50 Kategorie:Steuerrecht
Pkw-Vermietung unter Ehegatten: So funktioniert das Steuersparmoddel

Echte Steuersparmodelle werden immer seltener. Eines funktioniert aber immer noch: Die Pkw-Vermietung unter Ehegatten.

So funktioniert das Modell

Das Modell kommt zum Einsatz, wenn ein Unternehmer einen neuen Firmenwagen benötigt. Kauft er diesen nicht selbst, sondern mietet ihn von seinem Ehegatten an, winken folgende Steuervorteile:

1. Die Vermietungseinkünfte bleiben beim vermietenden Ehegatten im besten Fall einkommensteuerlich unberücksichtigt.

2. Verkauft der vermietende Ehegatte den Pkw, ist der Gewinn steuerfrei.

3. Beim vermietenden Ehegatten fallen auch wieder Umsatz- noch Gewerbesteuer an.

Vermietungseinkünfte wirken sich steuerlich nicht aus
Handelt es sich um ein reines Vermietungsgeschäft, und erbringt die Ehefrau keinerlei zusätzliche Leistungen (z. B. Reparatur oder Wartung), erzielt sie keine gewerblichen Einkünfte, sondern sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG. Versteuert werden müssen sonstige Einkünfte nur, wenn sie pro Jahr über der Freigrenze von 256 Euro liegen.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 14:39 Kategorie:Sonstiges
Abschreibung der Einbauküche und die BMF-Übergangsregelung

Ein Leser fragt: Mein Mieter hat im Jahr 2010 eine Küche für 7.500 Euro einbauen lassen. Bei dessen Auszug im Jahr 2017 habe ich sie für 1.500 Euro übernommen. Gilt für mich die Übergangsregelung des BMF-Schreibens vom 16.05.2017 mit der Folge, dass ich Herd und die Spüle als Erhaltungsaufwand und die Einzelteile der Küche bis netto 410 Euro als sofort abziehbare Werbungskosten behandeln darf?

Antwort: Nein. Wird eine Küche übernommen, handelt es sich ja nicht um einen Austausch alte Küche gegen neue Küche. Das bedeutet: Es greifen die Grundsätze des BFH-Urteils vom 03.07.2016 (Az. IX R 14/15, Abruf-Nr. 190417). Denn dieses ist laut BMF in allen offenen Fällen anzuwenden (BMF, Schreiben vom 16.05.2017, Az. IV C - S 2211/07/10005:001, Abs. 3, Abruf-Nr. 194094). Folge: Da die Küche bei der Übernahme schon sechseinhalb Jahre alt war, dürfte sich das Finanzamt bei der Abschreibung durch Sie als Vermieter mit einer Restnutzungsdauer von dreieinhalb Jahren zufrieden geben.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 13:55 Kategorie:Sonstiges
Fahrgemeinschaft: Einnahmen unter 256 Euro im Jahr steuerfrei

Wer online über eine Mitfahrzentrale Mitfahrer sucht, muss wissen, dass die Einnahmen einkommensteuerpflichtig sind. Der Abgeordnete Oliver Krischer vom BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat bei der Bundesregierung nachgefragt, ob diese eine Steuerfreistellung mittragen würde, um die Bildung von Fahrgemeinschaften nicht zu behindern.

Die Antwort: Aus einer Fahrgemeinschaft erzielte Einnahmen sind sonstige Einkünfte (§ 22 Nr. 3 EStG). Sie sind nur dann zu versteuern, wenn sie 256 Euro oder mehr im Jahr betragen (=Freigrenze). So ist bereits sichergestellt, dass Einkünfte geringen Umfangs aus der Bildung einer Fahrgemeinschaft steuerfrei bleiben (BT-Drucks. 18/12750; Antwort auf Frage 25, Abruf-Nr. 195053). Im Umkehrschluss bedeutet das: Wer mehrmals im Jahr Mitfahrgelegenheiten anbietet und damit mehr als 255,99 Euro verdient, muss seine kompletten Einnahmen in der Steuererklärung erfassen und versteuern.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 13:48 Kategorie:Sonstiges
Ende des doppelten Haushalts: Vorfälligkeitszahlung abziehbar?

Erwerben Sie am Beschäftigungsort aus beruflichen Gründen eine Zweitwohnung, können Sie die Finanzierungskosten über die doppelte Haushaltsführung als Werbungskosten geltend machen. Der BFH muss jetzt klären, ob das auch gilt, wenn Sie die Immobilie veräußern, weil Sie den doppelten Haushalt beenden und für die Ablösung des Darlehens eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen müssen. Das FG Rheinland-Pfalz hat den Werbungskostenabzug verneint.
Quelle: WISO SSP Ausgabe 08/2017

Erstellt von: Redakteur am 21.08.2017 13:36 Kategorie:Sonstiges